Stellungnahme zu Open RAN

Im November hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Analyse  veröffentlicht, die sich mit den Risiken von Open RAN-Systemen beschäftigt. Prof. Slawomir Stanczak, Abteilungsleiter für Drahtlose Kommunikation und Netze am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI), hat dazu in einem kürzlich erschienenen Tagesspiegel-Artikel  (Mai 2022) Stellung genommen.

„Zu betonen ist, dass meine Aussagen nicht als Kritik an der BSI-Studie zu verstehen sind. Die Studie ist wichtig und aus diesem Grund analysieren wir gemeinsam mit anderen Autor*innen die aktuellen Ergebnisse. Dabei stellen wir die Frage „wie sicher oder unsicher Open RAN wirklich ist“. Das dazugehörige Whitepaper wird im Juni auf der European Conference on Networks and Communications vorgestellt“.

„Ein sechster Sinn“

Ein Interview mit Prof. Dr.-Ing. habil. Slawomir Stanczak, Zum Thema 6G – das Mobilfunknetz von übermorgen.

Der Spiegel, Nr. 9 Februar 2022. Mehr Informationen finden Sie HIER.

6G-RIC @MWC Barcelona 2022

Wir begrüßen Sie von der MWC Barcelona 2022!

Wir sehen uns am Fraunhofer-Stand 7C29, Halle 7 vom 28. Februar bis zum 3. März 2022 und freuen uns Sie persönlich begrüßen zu dürfen!

Sie können auch mit unseren Kollegen über unser neues Leitprojekt 6G-RIC sprechen.

Mehr Informationen zu unseren Exponaten finden Sie hier.

Fraunhofer HHI koordiniert Forschungs-Hub „6G-RIC“ – 70 Millionen Förderung des BMBF

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat bundesweit vier Hubs zur Erforschung der kommenden Mobilfunkgeneration 6G ausgewählt, um gemeinsam Innovationen für die Kommunikationstechnologien der Zukunft zu entwickeln. Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) koordiniert in diesem Rahmen den Forschungs-Hub „6G Research and Innovation Cluster (6G-RIC)“, der mit 70 Millionen Euro vom BMBF gefördert wird. Ab August 2021 werden die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Forschung zur Zukunftstechnologie 6G vorantreiben.

Die digitale Souveränität von drahtlosen Kommunikationstechnologien ist entscheidend, um Datensicherheit zu gewährleisten und Weltmarktchancen in der Digitalisierung diverser Branchen zu eröffnen. Dies zeichnet sich bereits in der aktuellen Diskussion über den Mobilfunk der 5. Generation (5G) ab.

Vor diesem Hintergrund ist die Ausschreibung „6G-Forschungs-Hubs; Plattform für zukünftige Kommunikationstechnologien und 6G“ des BMBF zu sehen, die das Ziel verfolgt, nationale Forschungsaktivitäten zu bündeln, um die technologischen Grundlagen für zukünftige Mobilfunkgenerationen zu legen. Dabei liegt der Fokus klar auf Technologien und Schlüsselkomponenten, die in Deutschland und Europa entwickelt und gefertigt werden, um so technologische Souveränität zu erlangen und Datensicherheit zu gewährleisten.

Die im Rahmen der Ausschreibung geförderte und vom Fraunhofer HHI koordinierte Forschungsinitiative „6G Research and Innovation Cluster (6G-RIC)“ verfolgt das Ziel, Mobilfunksysteme der sechsten Generation über alle Technologiegrenzen hinweg zu entwickeln. Das 6G-RIC-Konsortium besteht aus einem überregionalen Verbund aus elf Universitäten. Darunter sind die TU Berlin, TU Braunschweig, TU Chemnitz, TU Darmstadt, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Universität Passau, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität Berlin sowie die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ebenso beteiligt sind fünf außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, darunter die Max-Planck-Gesellschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik sowie das Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik.

„In das 6G-RIC-Konsortium können wir unsere Expertise in gleich mehreren Forschungsfeldern von der Grundlagenforschung bis zur Umsetzung einbringen: Mobilfunk, künstliche Intelligenz sowie optische Datenübertragung und –kompression,“ sagt Prof. Slawomir Stanczak, Koordinator des Hubs. „Durch die Zusammenarbeit erfahrener, interdisziplinärer Partner in dem Forschungs-Hub können wir die Position Deutschlands in internationalen Initiativen zu 6G ausbauen und uns als Vorreiter in der Entwicklung der Kommunikationstechnologien der Zukunft aufstellen.“

An den vier Hubs sind insgesamt rund 50 Forschungspartner aus Wissenschaft und Wirtschaft beteiligt. Sie legen den Grundstein für die 6G-Forschungsinitiative in Deutschland, die das BMBF jetzt auf den Weg gebracht hat.